Schon zum zweiten Mal in diesem Jahr fand bei der OG Kamen Hellweg in Zusammenarbeit mit der OG Bielfeld-Ost
am letzten Novemberwochenende ein Fährtenseminar statt. Wieder konnten die erfahrenen Experten Karsten Herglotz,
dem auf der diesjährigen FCI FH-Weltmeisterschaft nur ein Punkt zum Titelgewinn fehlte, und Winfried Bracke für
die Fortbildung der 20 fährtenbegeisterten Hundeführer gewonnen werden. Und genau wie im März sprang die Begeisterung
der beiden “alten Hasen” schnell auf Alle über, so dass wir Fährtenschüler nach einer fundierten Theorieeinführung
zum Ausprobieren auf den Acker drängten.
Da die Teilnehmergruppe sehr inhomogen war (einige hatten das Seminar im März besucht,
einige waren Fährtenanfänger, andere schon Fortgeschrittene), übernahm Winfried die Anfänger und Karsten die Fortgeschrittenen.
Auf unserem Hundeplatz zeigte Winfried an seiner einjährigen Schäferhündin Ronja von der Schiffslache anschaulich, wie man einen Hund behutsam über
Leckerchenfährten aufbaut, wie man erste Winkel und das Verweisen von Gegenständen einführt. Alle konnten mit ihren Hunden an mehreren
Fährten versuchen, seine Tipps umzusetzen und es zeigten sich schöne Erfolge. Erstaunlich, wie begeistert die Hunde sich bemühten.
Zusammen mit Karsten fuhren die Anderen zu einer Ackerfläche in der Nähe. Jeder stellte seinen Hund in einer ersten Fährte vor.
Trotz des unterschiedlichen Niveaus konnte man einige Hauptprobleme sehen, wie Ziehen zum Abgang, hastige, unkonzentrierte Suche, Schwierigkeiten
in den Winkeln, Überlaufen von Gegenständen. Karstens genaue Analyse legte die Stärken und Schwächen jedes Teams offen, und er
hatte für Alle wertvolle Ratschläge, die wir bei den nächsten Fährten umzusetzen versuchten. Bei allen Teams konnte man deutliche
Verbesserungen im Verlauf der vier Fährten, die jeder zeigen konnte, sehen. Karsten korrigierte nicht nur die Sucharbeit der Hunde, sondern auch
die Führweise der Hundeführer.
Dann konnten wir als Höhepunkt des Seminars eine Fährte von Karsten und seinem Atze vom Salmbreitenbach
begleiten. Diese Perfektion werden wir Teilnehmer wohl nicht erreichen, dennoch wird die Fährtenarbeit der Beiden als Ansporn in bester Erinnerung bleiben.
Mit einer tollen Leistung errang Petra Lahr mit ihrem Henry den Vereinspokal für die beste VPG-Prüfung mit 289 Punkten. Für die Fährte konnte der Leistungsrichter Heinrich Baucks sogar die Höchstpunktzahl vergeben. Damit konnte Henry in der Fährte Ava noch mit einem Punkt übertreffen.
Im Vorjahr errangen Antje und Robin unseren Vereinspokal, doch konnten sie wegen einer Verletzung von Robin nicht an diesem Wettkampf Teil nehmen.
Vereinsmeister in der Abteilung FH 1 wurde Werner Nawrot mit Kevin vom Reddemannshof.
Brigitte Stevens| Hundeführer | Hund | Prüfung | Punkte | Punkte gesamt |
||
|---|---|---|---|---|---|---|
| A | B | C | ||||
| Diana Klinkert | Jerry-Lee | BH | best. | |||
| Birgit Spiegel | Aron v.d. Rehhecke | VPG 1 | 88 | 89 | Abb. | 177 |
| Heike Kleine-Horst | Ava v. Salome | VPG 1 | 99 | 84 | 82 | 265 |
| Mario Rosenkranz | Neron v. Erkison | VPG 2 | 90 | 87 | 94 | 271 |
| Brigitte Stevens | Arno v. Thekla | VPG 2 | 96 | 92 | 96 | 284 |
| Madlin Kleine-Horst | Luna v. Reddemannshof | VPG 3 | 92 | 72 | 89 | 253 |
| Jürgen Klönne | Quax v. Morgenstern | VPG 3 | 97 | 93 | 94 | 284 |
| Petra Lahr | Harpo v. Erikson | VPG 3 | 100 | 93 | 96 | 289 |
| Werner Nawrot | Kevin v. Reddemannshof | FH 1 | 88 | |||
Nach einem bis zuletzt spannenden Wettkampf konnten Antje und
ihr Robin den Siegertitel bei der diesjährigen Klubleistungssiegerprüfung erringen.
Nach einer tollen Unterordnung und einem super Schutzdienst, die mit je 95 Punkten bewertet wurden, übernahmen Antje Schellenberg und Robin vom Morgenstern am Samstag die Führung. So konnten Antje, Jürgen und die mitgereisten OG-Mitglieder am Abend mit beruhigendem Vorsprung vor den anderen Teams das gemütliche Beisammensein im Festzelt genießen. Doch trotz der frühen Führung (nach Unterordnung und Schutzdienst Antje 190 Punkte) waren einige Teams Antje und Robin dicht auf den Fersen (Matthias Forchheim mit Lux von der Heinrichsburg 186, Elke Uhlemann mit Milka vom Solscheid 185, Hans-Martin Vinke mit Nobody tom Tyle 184, Petra Lahr mit Harpo (Henry) von Erikson 180, Uwe Skrzypczak mit Kronos tom Kyle 180). Und auch bei den zeitgleich abgesuchten Fährten gab es hohe Resultate angeführt von Ina Schweitzer mit ihrem Lester vom Steinbacher Berg 98 und Jürgen Benthien mit seiner Odett tom Kyle 97.
Entsprechend angespannt waren alle, als es Sonntag Morgen in die Fährte ging. Vom Vortag waren bereits viele Gerüchte über das schwierige Fährtengelände bekannt geworden. Dennoch konnten sowohl Robin als auch Henry in gewohnt souveräner Weise ihre Fährten absuchen und erhielten beide 96 Punkte. Was haben wir uns alle gefreut! Antje mit Robin 286 , und Petra mit Henry 276 Punkte.
Jetzt hatte für Antje die Hoffnung auf den begehrten Titel nach 15 Anläufen (davon 5 mit Robin) weitere Nahrung bekommen, denn keine Fährtenpunktzahl konnte ihren und Robins Vorsprung gefährden. Aber es sollte bis zum vorletzten Hund spannend bleiben.
Frank Fischer legte mit seinem Leonardo tom Kyle nach einer 92er Fährte eine tolle Unterordnung mit 97 Punkten hin. Es hätte ihn ein 97er Schutzdienst zum Sieg geführt. Doch konnte Leonardo bei der kurzen Flucht den Ärmel nicht packen und musste nachbeißen. Der Richter bewertete diese Leistung mit 96 Punkten und so konnten wir Kamener das erste Mal aufatmen. Ein Punkt weniger als unser Team. Dann hieß es warten auf Jürgen Benthien mit Odett, die wegen ihrer Läufigkeit erst als vorletzte starten konnte. Fährte: 97, Unterordnung 94 – es hätte ein 96er Schutzdienst zum Titelgewinn gereicht. Doch dies war der so lang ersehnte Tag von Antje und Robin. 87 Punkte und der Titel ging nach Kamen.
Wir lagen uns vor Begeisterung in den Armen und viele Hundesportler beglückwünschten das siegreiche Team und dessen Trainer Jürgen Klönne. Auf das Siegertreppchen durften nach Antje und Robin, Vorjahressieger Frank Fischer mit Leonardo tom Tyle und sensationell unser ehemaliges Vereinsmitglied Alfons Schach mit Gero von Erikson, der auch noch den Pokal für den besten Schutzdienst bekam. Eine weitere große Freude war der neunte Platz von Petra und Henry, die bis auf kleinere Schwächen eine fantastische Leistung erbrachten.
Die 60. KLSP in Busendorf bei der OG Fichtenwalde war ein herausragender Erfolg für die Kamener Teilnehmer. Sie wird uns auch aufgrund der hervorragenden Organisation durch die Landesgruppe Brandenburg und die Aktiven vor Ort in bester Erinnerung bleiben.
Die Landesausscheidung für unseren Landesverband fand in diesem Jahr bei der OG Herten-Katzenbusch statt. Von unserer OG starteten Antje mit Robin vom Morgenstern, Jürgen mit Quax vom Morgenstern, Petra mit Henry (Harpo von Erikson) und Doro mit Mimi (Indira von Erikson). Hinter unserem ehemaligen Mitglied Alfons Schach mit seinem Gero von Erikson kamen Antje mit Robin und Petra mit Henry auf Platz 2 und drei. Damit hatten sie sich mit ihren Hunden für die Klubleistungssiegerprüfung in Beelitz qualifiziert. Jürgen und Quax landeten nach einer fantastischen 99er-Fährte auf Platz 7. Doro und Mimi gelangen eine tolle Fährte und eine super Unterordnung, doch leider lief der Schutzdienst nicht nach Wunsch. Sie belegten den 9. Platz. Der strömende Regen bei der Siegerehrung konnte die gute Stimmung bei dieser gelungenen Veranstaltung nicht trüben.
| Hundeführer | Hund | Prüfung | Punkte | Punkte gesamt |
Platz | ||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| A | B | C | |||||
| Leistungsrichter: | Erich Milau | ||||||
| Alfons Schach | Gero v. Erikson | VPG 3 | 99 | 93 | 96a | 288 | 1 |
| Antje Schellenberg | Robin v. Morgenstern | VPG 3 | 99 | 95 | 94a | 288 | 2 |
| Petra Lahr | Harpo v. Erikson | VPG 3 | 97 | 95 | 92a | 284 | 3 |
| Marion Gramoschke | Nele tom Kyle | VPG 3 | 96 | 86 | 100a | 282 | 4 |
| Richard Berning | Utz vom Haus Schirmer | VPG 3 | 93 | 92 | 97a | 282 | 5 |
| Hans Josef Böning | Matti tom Kyle | VPG 3 | 97 | 92 | 87a | 276 | 6 |
| Jürgen Klönne | Quax v. Morgenstern | VPG 3 | 99 | 92 | 83 | 274 | 7 |
| Martin Vinke | Nobody tom Kyle | VPG 3 | 95 | 93 | 85 | 273 | 8 |
| Doro Blohm | Indira v. Erikson | VPG 3 | 98 | 97 | 78 | 273 | 9 |
| Martina Leifhelm | Royal Workers Ayk | VPG 3 | 95 | 88 | 83 | 266 | 10 |
| Michaela Mertmann | Rasty v. Argonaut | VPG 3 | 75 | 94 | 89 | 258 | 11 |
| Lothar Schwenke | Ohuivo’s Blaze | VPG 3 | 84 | 88 | 86a | 258 | 12 |
| Henry Lumma | Jalomonis Pogis | VPG 3 | 80 | 85 | 85 | 250 | 13 |
| Sabine Mamotiuk | Yan zu den drei Birken | VPG 3 | 77 | 82 | 86 | 245 | 14 |
| Andrea Neumann | Hexe v.d. Ahornhütte | VPG 3 | 72 | 85 | 87 | 244 | 15 |
| Günter Lenter | Urma vom Haus Schirmer | VPG 3 | 81 | 80 | 80 | 241 | 16 |
| Kurt Kummerow | Karl v. Reddemannshof | VPG 3 | 79 | 77 | 72 | 228 | 17 |
| Hubert Olbing | Kajo aus dem Dämmerwald | VPG 3 | 6 | 88 | 90a | 184 | 18 |
| Detlef Schnelle | Gina v.d. Ahornhütte | VPG 3 | 18 | 81 | 82 | 181 | 19 |
Wegen der großen Nachfrage (Traute Wiek reiste mit ihrem Norton Tom Kyle extra aus Timmendorf an) waren gleich zwei Leistungsrichter, Erich Löhr und Hubert Olbing, eingeladen, die in gewohnt souveräner Weise die Teilnehmer bewerteten. Ihnen stellten sich hauptsächlich Airedales aber auch je ein Berger, Jack Russel-Terrier und Mix mit ihren menschlichen Partnern zur Begutachtung.
Unsere diesjährige Junghundprüfung machte ihrem Namen alle Ehre, nahmen doch 10 Hunde an ihrer allerersten Prüfung erfolgreich Teil
und neun bestanden die Begleithundprüfung.
Parallel zur Begleithundprüfung auf dem Hundeplatz begaben sich die anderen Teilnehmer zum Fährten
ins Gelände. Auf den von Landwirten dankenswerterweise zur Verfügung gestellten Äckern wurden VPG- und FH-Fährten abgesucht.
Leider schuf der strömende Regen so schlechte Bedingungen, dass der Geruch der 3 Stunden alten Fährten für alle drei Fährtenhunde
nicht ausreichte. Die geruchsintensiveren 20 bzw. 60 Minuten alten Fährten wurden hingegen von den sechs Hunden erfolgreich abgesucht,
wobei Mario Rosenkranz mit Nero von Erikson mit 96 Punkten das beste Ergebnis erzielte.
Für diese sechs VPG-Paare ging die Vielseitigkeitsprüfung
auf dem Platz mit der Unterordnung und dem Schutzdienst weiter. Erich Löhr bewertete die Leistung von Arno von Thekla mit Brigitte Stevens
in der Unterordnung mit 95 Punkten am höchsten. Als Abschluss fand die Lieblingsdisziplin der meisten Hunde, der Schutzdienst, statt.
Hier zeigten alle sechs Hunde, dass sie sehr triebig in der Lage waren, den Helfer durch Biss in den Schutzdienstärmel festzuhalten,
aber auch trotz ihrer hohen Motivation ihrem Hundeführer gehorchten. Am überzeugensten gelang dies mit 95 Punkten Royal Workers Ayk
mit seiner Hundeführerin Martina Leifhelm.
Unsere erste Vorsitzende, Antje Schellenberg konnte 15 Teams zur bestandenen Prüfung gratulieren.
Die mit 277 höchste Punktzahl bei der VPG-Prüfung erzielten Brigitte Stevens und Arno von Thekla. Mit einem herzlichen Dank an die Teilnehmer,
Richter, Fährtenleger, Schutzdiensthelfer, Prüfungsleiter, Organisatoren und Zuschauer ging diese von vielen Mitgliedern unserer
Ortsgruppe organisierte Prüfung zu Ende.
| Hundeführer | Hund | Prüfung | Punkte | Punkte gesamt |
||
|---|---|---|---|---|---|---|
| A | B | C | ||||
| Detlef Pupowski | Ornella vom Dippold | BH | best. | |||
| Britta Boenigh | Antony By Windrush | BH | nicht best. | |||
| Ulrike Schütte | Elektra v. Julbaldin | BH | best. | |||
| Susanne Hellmich | Caty | BH | best. | |||
| Jürgen Lindemann | Xandro v. Schönrain | BH | best. | |||
| Birgit Spiegel | Bandit v. Salome | BH | best. | |||
| Elke Uhlemann | Queen-Lilly v. Solscheid | BH | best. | |||
| Alexandra Kalusniak | Qillow v. Solscheid | BH | best. | |||
| Werner Nawrot | Percy v. Erikson | BH | best. | |||
| Martin Bettermann | Xandor-Frodo v. Argonaut | BH | best. | |||
| Mario Rosenkranz | Nero v. Erikson | VPG 1 | 96 | 86 | 88 | 270 |
| Brigitte Stevens | Arno v. Thekla | VPG 1 | 91 | 95 | 91 | 277 |
| Silvia Racherbäumer | Royal workers Beryl | VPG 3 | 78 | 94 | 78 | 250 |
| Werner Nawrot | Kevin v. Reddemannshof | VPG 3 | 92 | 88 | 81 | 261 |
| Lothar Schwenke | Ohuvios Blaze | VPG 3 | 74 | 80 | 94 | 248 |
| Martina Leifhelm | Royal workers Ayk | VPG 3 | 78 | 88 | 95 | 261 |
| Traute Wieck | Norton tom Kyle | FH 1 | 0 | |||
| Doro Blohm | Indira v. Erikson | FH 2 | 15 | |||
| Detlef Pupowski | Olaf v. Wallenstein | FH 2 | 0 | |||
20 Hunde und ihre Menschen erlebten ein Weiterbildungsseminar der besonderen Güte – der bekannte FCI-Weltmeister Knut Fuchs, der mit seinem Malinois-Rüden Klemm vom Roten Falken drei Einzelweltmeistertitel gewonnen hat, brachte ihnen seine Methode der freudigen und stressarmen Zusammenarbeit nahe.
Das Wochenende wurde von der KfT Ortsgruppe Kamen-Hellweg und der OG Bielefeld Ost für VPG-Sportler angeboten. Von den drei VPG-Abteilungen Fährte, Unterordnung und Schutzdienst ging es um den Gehorsam. Die erste Vorsitzende unserer Kamener Ortsgruppe, Antje Schellenberg begrüßte den Hundeexperten und die Hundeführer mit ihren Airedale-Terriern, Schäferhunden und Malinois bei strahlendem Sonnenschein auf der neuen Platzanlage in Heeren-Werve. Sofort begann Knut Fuchs die intensive Arbeit mit jedem Team unter dem Motto: “Der Hund soll lernen, dass die Gehorsamsübungen Spaß machen.” Jeder konnte mit seinem Hund unter der fachkundigen Anleitung des erfahrenen Hundesportlers und Malinoiszüchters (vom Further Moor) in aller Ruhe trainieren. Dabei entging dem geübten Auge des Seminarleiters keine auch noch so kleine Schwäche. Aber auch mit Lob wurde nicht gespart. Für die Anfänger und Junghunde ging es um Basisübungen wie die aufmerksame Grundstellung und das korrekte Beifußgehen, die Fortgeschrittenen feilten am schnellen Sitz, Platz und Steh oder übten das perfekte Voraussenden. Knut Fuchs zeigte, wie ein Hund durch Leckerchen, Lob und Spielzeug ein Verhalten lernt. So wird er ohne Stress zu dem erwünschten Verhalten veranlasst und nicht gezwungen. Erst wenn er genau verstanden hat, was ein Kommando bedeutet, erhält er eine Korrektur für unerwünschtes Verhalten. Negative Einwirkungen erfolgen also nicht, um ein erwünschtes Verhalten, wie z.B. enges Fußgehen zu erzwingen, sondern nur, um unerwünschtes Verhalten, wie z.B. Abweichen beim Fußgehen zu unterbinden.
Der folgende Sonntag stand ganz im Zeichen des Apportierens. Aus seiner 25jährigen Praxis im Hundesport hat Knut Fuchs eine Apportierlehrmethode in fünf Schritten entwickelt. Dabei wird der Hund mit Hilfe von zwei Leinen in einer Position fixiert und lernt in aller Ruhe die einzelnen Schritte des Apportierens angefangen vom Annehmen des Bringholzes und Haltens ohne Knautschen bis zum schnellen Aufnehmen und Bringen. Besonders der erste Schritt hatte es bei dem schwülen Wetter allen Teilnehmern angetan, da er im Sitzen auszuführen war. Zum Glück für die sonnenverbrannten Hundeführer konnten sie das Buch des Weltmeisters “Apportieren von A bis Z” erwerben, um die weiteren Schritte und Details in Ruhe nachzulesen. Wegen der guten Erfahrungen beim Ausprobieren des ersten Schrittes werden wohl viele in ihren Heimatvereinen diese Trainingsmethode vorstellen.
Am Ende des Seminars waren sich die begeisterten Teilnehmer in zwei Dingen einig:“ Wir haben viel gelernt und wir hoffen auf eine baldige Wiederholung der Veranstaltung mit Knut”.
Zum 24. Mal kämpfte die Teams vom HSG Timmendorfer Strand und unserer Ortsgruppe um den Vetternpokal.Gut gelaunt trafen die Timmendorfer Freunde in Kamen ein und man hatte sich erst einmal viel zu erzählen. Beim geselligen Beisammensein wurden so manche Erinnerungen an frühere Wettkämpfe wach. Am Samstag traten für den HSG Timmendorf Traute Wiek mit ihrem Airedale Neo tom Kyle, Wenke Börner mit ihrem Rottweiler Fero vom Hause Porthun und Dieter Harms mit seinem Malinoir Duc vom Roten Merlin gegen unsere Airedale-Teams Petra Lahr mit Henry, Jürgen Klönne mit Quax, Antje Schellenberg mit Robin, Werner Nawrot mit Kevin, Doro Blohm mit Mimi und Barbara Tebbe mit Urchin an.
Im Fährtengelände sowie auf dem Platz gab es einen spannenden Kampf, den unsere Teams am Ende für sich entscheiden konnten. So ging der Pokal das dritte Mal in Folge nach Kamen, doch haben unsere Timmendorfer Freunde bei der Gesamtsiegzahl deutlich die Nase vorn. Schön, dass sich alle gemeinsam über die ansprechenden Leistungen freuen konnten.
Nach dem Abschlusstraining, bei dem nichtstartende Hundeführer die Erfahrung auf dem fremden Platz nutzten, verabschiedeten wir uns herzlich. Stellvertretend für ihre Vereine erklärten Antje Schellenberg und Udo Meier ihre Vorfreude auf das 25. Jubiläum im nächsten Jahr in Timmendorf.
Zu der ersten Prüfung in diesem Jahr hatten sich acht Teams gemeldet, die in U2, VPG1 und 3, F3 sowie FH1
antraten. Die beste VPG-Prüfung gelang mit 287 Punkten Antje Schellenberg und ihrem Robin vom Morgenstern.
Zwei VPG-Hunde scheiterten am Schutzdienst, da es den Hunden zu schwer fiehl, den einmal erbeuteten Ärmel wieder loszulassen.
| Hundeführer | Hund | Prüfung | Punkte | Punkte gesamt |
||
|---|---|---|---|---|---|---|
| A | B | C | ||||
| Birgit Spiegel | Aron v.d. Rehhecke | U1 | 87 | 87 | ||
| Brigitte Stevens | Arno v. Thekla | VPG 1 | 88 | 85 | Abb. | 173 |
| Uwe Glanemann | Aron v. Dilgenshof | VPG 3 | 76 | 82 | Abb. | 158 |
| Jürgen Klönne | Quax v. Morgenstern | VPG 3 | 93 | 87 | 86a | 266 |
| Antje Schellenberg | Robin v. Morgenstern | VPG 3 | 96 | 96 | 95a | 287 |
| Detlef Pupowski | Ole v. Wallenstein | VPG 3 | 81 | 84 | 91a | 256 |
| Franz Lodde | Oskar v.d. Burg Ludwigstein | F3 | 81 | |||
| Werner Nawrot | Kevin v. Reddemannshof | FH 1 | 90 | |||
Am 15.und 16. März 2008 fand auf unserem Platz in Verbindung mit dem Förderverein ein
Wochenendseminar unter der Leitung von zwei erfahrenen Fährtenhundexperten , Karsten Herglotz und Winfried Bracke , statt.
Es meldeten sich Fährteninteressierte von nah und fern, wobei die Berliner mit ihren zwei Borderterriern wohl die weiteste Anreise hatten.
Nach relativ kurzer aber gut verständlicher Theorie ging es recht zügig zur Praxis.
Während sich Winfried den Junghunden oder auch Neuanfängern ausgiebig widmete, war Karsten für die schon etwas weiteren oder auch bereits in der FH - Stufe geführten Hunde zuständig. Da Winfried auch seinen 5 Monate alten Welpen bei der Arbeit vorzeigte, wurde auch dem blutigsten Anfänger bald klar, worauf es ankam.
Die schon etwas erfahrerenen Hundeführer konnten auf dem angrenzenden Acker selber Fährten nach
ihrer Vorstellung legen und direkt ihre Probleme mit Karsten diskutieren, der sowohl mit fachlicher Kritik aber
auch mit Lob stets neben der Fährte lief. Da 2 bis 3 Fährten pro Tag möglich waren, konnte man am 2. Tag
schon viele Fortschritte sehen. Wenn jetzt der Hundeführer seine eigenen Schwachpunkte in nächsten Zeit aufarbeitet,
denke ich, hat dieses Seminar enorm dazu beigetragen, das Fährtenniveau anzuheben.
Jürgen Klönne