Zwei Hunde unserer Ortsgruppe sind Eltern geworden: Mimi (Indira von Erikson) und Ruddi (Arno von Thekla) blicken voller Stolz auf acht lustige und muntere Airedale-Welpen. Drei Hündinnen und fünf Rüden.
Da vier aus dem C-Wurf des Zwingers Lulu's in der Nähe bleiben, treffen sich Bobby (Cleine Süße), Chi-Chi, Carlsson und Calle zweimal wöchentlich mit ihren Frauchen und Herrchen zum Welpentreff, um nach Herzenslust zu toben und sich zu jagen, aber auch, um die ersten Benimmregeln zu lernen. Manchmal lassen sich auch Cnut-i und Centurian Marc sehen, doch wohnen ihre Herrchen leider weit entfernt.
Beim Spiel, das airedaletypisch rau und laut vonstatten geht, lernen sie, sich durchzusetzen, aber auch auf den Partner zu achten und abzulassen, wenn es diesem zu viel wird. Da sich die Welpen seit ihrem Einzug ins neue Zuhause regelmäßig sehen, geht die wilde Toberei immer sofort los und die Kleinen lassen so viel Dampf ab, dass sie danach für Unternehmungen mit ihren Menschen aufnahmefähig sind. Das sind dann hauptsächlich Übungen, um die Bindung aufzubauen und zu stärken. So laufen z.B. die Zweibeiner laut rufend weg und verstecken sich und die Welpen flitzen so schnell sie können hinterher. Das Wiedersehen wird natürlich mit Lob und Leckerchen versüßt. Auch vertieft in ihr Spiel achten die Welpen ganz genau auf ihre Menschen und sie lassen sich inzwischen schon häufig aus dem Spiel abrufen. Zur Gewöhnung an Umweltreize gibt es raschelnde Untergründe, klappernde Dosen, laute Trommeln und Flöten und vieles mehr, aber nichts macht den vieren auch nur die geringste Angst. Kein Wunder, sind sie doch von ihrer Züchterin bereits an alle möglichen Reize gewöhnt worden. Mit viel Freude laufen die Teams durch den Parcour aus Kegeln, Reifen, Wippe, Tunnel und Flaschenwand, um danach ins Bällchenbad einzutauchen. Immer besser gelingt es den Menschen, ihre Hunde auf sich zu konzentrieren. Zum Glück sind die vier Welpen sehr verfressen, so dass sie Herrchen und Frauchen bereitwillig folgen, wenn nur genug Fleischwurst zu ergattern ist.
Manchmal kommen auch Mama Mimi und Papa Ruddi zu Besuch, nicht wie man meinen könnte, zum Austausch von Zärtlichkeiten, sondern, um den Kleinen Respekt vor dem Alter beizubringen. Da ist Halbbruder Bolle schon wegen des geringeren Altersunterschiedes freundlicher und gewillt, auf die Spielaufforderung des jungen Gemüses einzugehen.
Was die Hunde instinktiv richtig machen, müssen Frauchen und Herrchen erst lernen, um als ranghöher akzeptiert zu werden. Dazu dienen u.a. die Duldungsübungen. Auch wenn der kleine Welpe lieber spielen will, muss er sich auf den Rücken drehen lassen ohne zu strampeln, seine Beine anfassen lassen ohne zu zappeln oder Ohren und Zähne kontrollieren lassen ohne zu beißen. Ganz konsequent bestehen Herrchen und Frauchen darauf, dass die Kleinen ganz ruhig und entspannt sind, bevor sie mit einem Freigabekommando wieder ins gemeinsame Spiel entlassen werden.
Wenn man meint. die Welpen seien nach ca. einer Stunde nun müde, so irrt man. Jetzt wird nochmals richtig aufgedreht und eine wilde Jagerei geht los. Wir Menschen haben unseren Spaß an den Kapriolen der Kleinen.
Vier völlig entspannte, glückliche und hundemüde Airedales werden dann ins Auto gebracht und träumen bald von der nächsten Welpenstunde.
Brigitte Stevens
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Inzwischen bereichert eine kleine Wheaten-Terrierhündin unsere Welpengruppe. Emma zeigt den Airedales nach anfänglicher Vorsicht wie spritzig und flink die kleineren Rassen sind. Völlig ungehemmt schnappt sie sich die Ohren, Schwänze und Pfoten ihrer größeren und drei Wochen älteren Spielgefährten.
Ein gemeinsamer Besuch im
Tierpark und in einem Wildgehege bereitete die Welpen darauf vor, als
Erwachsene freilaufende Tiere nicht zu jagen. Können ihre Menschen sie doch nur dann
verantwortlich von der Leine lassen, wenn die freilebenden Tiere von ihnen nicht belästigt werden.
Mit Neugierde und etwas Vorsicht näherten sich die Kleinen von Ruddi angeleitet den Tieren in
ihren Gehegen. Richtig beeindruckt zeigten sie sich nur von einem wild galloppierenden Pony, das
offensichtlich Hunde nicht mochte und mehrfach laut schnaubend auf die kleine Welpenschar
zustürmte. Ein Spiel im Sand der Nordseeanlage ließ sie diese beeindruckende Vorstellung schnell
vergessen.
Zwei neue Welpen machen unseren Hundeplatz unsicher. Werners Conner vom Tringensteiner Schelderwald und mein Pelle vom Roten Milan kommen regelmäßig zum Training. Zur Zeit hauptsächlich um ihren Hundevorbildern Kevin und Ruddi zuzusehen, miteinander zu toben und alle Zwei- und Vierbeiner kennen zu lernen, doch haben sie auch schon ihre ersten kleinen Übungen auf dem Platz gemacht.und die ersten Leckerchenfährten abgesucht.
Zum Abschluss der Welpengruppe ging es bei herrlichem Sommerwetter an einen Baggersee zum Schwimmenlernen. Nun dürfen die halbjährigen Bobby, Carlsson und Calle endlich wie ihre zwei Monate älteren Kumpels Tim, Tom und Mütze bei den Großen mittrainieren. Die Grundlagen der Erziehung sind gelegt, die Bindung zu ihren Menschen gefestigt und sie haben Spaß beim Lernen. Das erste Mal haben Jürgen und Mario beim Schutzdienst versucht, sie für die Beißwurst zu interessieren. Und nach der Arbeit wird wie eh und je auf dem Welpenplatz getobt.
Über die sportliche Entwicklung der acht Nachwuchshunde und ihrer Menschen wird noch viel zu berichten sein.
Brigitte Stevens